In dieser Zeit ist so vieles Geschehen. Doch, es scheint als wäre es vorherbestimmt gewesen.

Schon in meinem letzten Blog habe ich mit den Worten: „ In einem hoffentlich langen Leben setzen wir immer wieder neue Ziele, ändern unsere Meinung oder kehren zu alten wegen zurück. Alles was sich bewegt, lebt!“

ein Statement gesetzt.

Ich habe in den letzten zwei Jahren gelebt, die Richtung abermals geändert und bin zu alten Pfaden zurück gekehrt.

Seit eineinhalb Jahren wohne ich nun in Australien und bin im Herzen angekommen. Es war eine Entscheidung deren Spur weit über 7 Jahre zurück führt, als ich das erste Mal verliebt war in den Mann, mit dem ich heute Seite an Seite lebe.

Damals schon, als ich nach Australien kam, lernte ich, dass das Leben weit aus mehr zu bieten hatte, als mir bis dahin bewusst war.

Diese Reise wurde zu einer meiner bedeutendsten meines Lebens. Ich lernte Land und Menschen und mich selbst viel besser kennen.

Nachdem ich mein Herz verloren hatte, reiste ich zunächst mit viel Traurigkeit wieder nach Deutschland zurück, aber mit sehr viel Dankbarkeit darüber was ich für mich heraus gefunden hatte.

Ich glaubte seitdem an das Mantra „what goes around, comes around“ noch stärker.

Ich glaube an die Kraft von positiver Energie. Ich gebe und teile sehr gern, ich kümmere mich um die Menschen um mich herum, schaue das es Ihnen gut geht. Und so kommt es auch wieder zu mir zurück.

In den letzten sechs Jahren, in Berlin, hatte ich dennoch von der Erkenntnis gelebt, das sich alles verbindet, wenn es zusammen gehört. Manche Dinge benötigen Zeit. Und so habe ich die Samen meiner Überzeugung gesät und danach gehandelt.

Ich konnte in Beziehungen nie ganz ankommen, da mir mein innerer Kompass, meine innere Stimme oder Intuition verriet, das es sich nicht richtig anfühlte. Ich wollte wieder so fühlen wie ich schon einmal fühlte. Ich wollte das ich zu einhundert Prozent überzeugt davon war was ich tat.

Und nun weiß ich, Ich muss mich gar nicht mehr selbst davon überzeugen oder noch mehr Emotionen oder Gefühle dazu spinnen. Es ist einfach da! Die Gewissheit das alles stimmig ist.

Ich kneife mich ziemlich oft. Ich habe was ich mir am meisten gewünscht hatte. Viel Liebe für den Mann, für den es sich gelohnt hatte zu warten.

Nun haben wir längere Zeit in Melbourne gelebt. Ich musste wie ein Kind alles neu erkunden und vieles dazu lernen.

Jede Straße, jedes Geschäft, jedes Gesicht war neu für mich. Es ist eine totale Herausforderung und nichts für schwache Nerven. Die Sehnsucht nach Hause macht manchmal noch sensibler. Dennoch brauchte es auch hier Zeit um anzukommen, daher habe ich immer wieder positiv nach vorn geschaut und mich selbst aufgebaut.

Immerhin fliegen wir in regelmäßigen Abständen nach Berlin und der Kontakt zu Freunden und Familien macht es einfacher als noch vor vielen Jahren, ohne Flatrate und Internet.

Wir haben in der Zwischenzeit ein Café eröffnet auf unserem Grundstück vor unserem Haus, welches gleichzeitig Showroom von Brett’s Firma ist. Da Ich bereits einen  Geschäftssinn besaß, hatte ich bisher Erfolg damit. Die Kunden sind happy. Doch das war bisher nur eine vorübergehende, einfach umzusetzende Lösung, die mir ein eigenes Einkommen verschaffte.

Wir hatten schon lange über eine Farm gesprochen. Wir beide mögen den Gedanken an ein Leben auf dem Lande.

Ich habe meine Jugend viel auf dem Land verbracht. Als Kind lernte ich ein Mädchen im Urlaub kennen, woraufhin wir Brieffreunde wurden. Als ich sie das erste Mal im niedersächsischen Wendland besuchte, war ich zehn Jahre alt. Diese Freundschaft ging zwar kaputt, aber es entwickelten sich andere daraus, weshalb ich weiterhin regelmäßig meine Freundinnen in meinen Ferien besuchte.

Wir verbrachten sehr viel Zeit auf dem Hof bei den Pferden. Wir putzten, ritten, packten.

Wir standen manchmal um fünf Uhr morgens auf, um die Pferde für anstehende Turniere fertig zu machen.

Dann verbrachten wir oft das Wochenende damit von Turnier zu Turnier zu fahren. Ich fand es immer sehr faszinierend.

Ich liebte das Landleben so sehr, das ich mir fest vornahm, irgendwann auf dem Land leben zu wollen. Diese gelassene Lebensweise mochte ich sehr und den Geruch von Heu und Tieren. Noch heute haben wir Kontakt und lassen uns gegenseitig wissen das wir an die alten Zeiten sehr gern zurück denken. 

Die Menschen kennen sich, helfen sich und feiern die tollsten Feste. Ob Osterfeuer, Reiterball oder Fuchsjagt. Es war immer etwas los.

Nun wird ein Traum wahr! Brett und ich ziehen auf‘s australische Land. Wir haben eine Farm gekauft! Mit vier Alpakas, sieben Schafen und vier Hühnern, werden wir umgehend zu Farmern. Wir sind unglaublich aufgeregt und voller Vorfreude, demnächst mit der Renovierung beginnen zu können. Danach werden wir noch ein paar mehr Tiere zu uns holen. Einen Hund der den Hof bewacht, evtl ein paar Ziegen, Ponys und Gänse.

Die Farm wird unser neues zu Hause.

Wir möchten außerdem darauf ein kleines Spa und ein Gäste Cottage ausbauen, um Gäste und Touristen empfangen zu können. Damit werde ich erneut ein Spa einrichten und wieder Gäste beherbergen. Ich freue mich sehr auf das neue Abendteuer. Dieses Mal gehört es uns allein, und wir müssen uns nicht mit Vermieterin und Verträgen rumärgern.

In der Nähe liegen die bekannte Great Ozean Road und ihre zwölf Apostel, die Küstenstadt Lorne und das mehrmals ausgezeichnete Sternerestaurant Brae: Unsere zukünftigen Gäste werden von der Farm aus perfekte Bedingungen haben, alles zu erkunden.

Manches benötigt Zeit und wir verlassen Wege und begeben uns auf unbekanntes Land.  Wir lassen uns treiben und schauen, wohin der Wind uns trägt. Träume hat jeder! Und wer mutig ist und bereit ist Neues zu wagen, wird später immer mit Erkenntnis belohnt.

Eine Erkenntnis die entweder sagt, das es genau richtig war Neues zu wagen,

oder aber die Einsicht, das man das, was man bereits hat und kann, auch glücklich machen kann.

Ich wünsche von Herzen viel Glück für jedes neue Abenteuer. Es lohnt sich!

Denise