„kann berufliche Unzufriedenheit auch im Umkehrschluss unzufrieden und unglücklich machen?“ Das fragte kürzlich ein Freund, der sich in seinem durchaus angesehenen und gut bezahlten Job nicht mehr richtig aufgehoben fühlt. Große Unzufriedenheit ist ein Indiz dafür, etwas verändern zu müssen. Das wichtigste Anzeichen einer unpassenden Tätigkeit nachzugehen ist, wenn man sich nur jenseits seiner Arbeit frei und glücklich fühlt, wenn jedem Feierabend mit stündlichem Blick auf die Uhr entgegengefiebert wird, weil man es im Büro, in der Praxis, im Geschäft oder in der Dienststelle nicht mehr aushält. Unfreundliche Kollegen können natürlich ein Grund für Frustration sein, doch findet sich schneller das Unglück in anderen Dingen, als im eigenen Leben. Analysiere deine Unzufriedenheit! Nicht immer muss es nur der Sprung in das kalte Wasser sein. Es reicht vielleicht schon der Wechsel der Arbeitsstelle, der neue Impulse setzten kann. Doch manchmal hält einen auch nur die eigene Angst oder Unentschlossenheit davon ab, die Träume wahr werden zu lassen.

MUT, ENTSCHEIDUNG, ABENDTEUER

Eine sehr enge Freundin von mir, erzählte mir einst von Ihrer besonderen Idee, besondere Mode machen zu wollen. Echte Handarbeit. Durch Ihre absolute Kreativität und Leidenschaft, sitzt sie gern lange an ihren Einzelstücken, fertigt jedes als Unikat an und probiert immer wieder neue Dinge aus. Sie arbeitet nichts desto trotz, in einem geregelten Job und versucht sich, nach und nach, mit viel Detailarbeit, eine Zukunft zu erarbeiten, in der sie unabhängig und frei sein wird. Es ist nun soweit gekommen, dass auch eine Bestellung aus Amerika ins Haus flog. So kann es gehen! Wenn du also ganz fest entschlossen bist, selbstständig sein zu wollen, dein eigener Chef zu sein, weil das, was du leistest, nicht mehr anerkannt wird, dann solltest du besser gehen oder schnellstens neue Pläne schmieden.

Anerkennung ist ein sehr wichtiger Bestandteil von privater und beruflicher Zufriedenheit. Bekommt man beruflich nicht den nötigen Zuspruch für gut geleistete Arbeit, hört ständig nur Kritik, kein einziges Lob oder vielleicht mal von einer Gehaltserhöhung, dann kommt man nach Hause, möchte am liebsten am nächsten Tag kündigen, weil man schon sehr lang diesen einen Gedanken an die Selbstständigkeit gehägt hat. Doch man tut es ja doch nicht. Warum eigentlich?

Es ist so, manch einer ist privat gefrustet weil der Partner nicht mehr zuhört, nicht mehr die Schnittchen liebt und lobt, die man Abend für Abend mit Liebe bestrichen und belegt hat. In so einer Situation kommen manche Menschen schneller zu dem Entschluss, dass der Partner sich die Schnittchen ins Gesicht schmieren soll, noch bevor dieser „Mahlzeit“ sagen kann. Es wird ein neuer Lebensgefährte gesucht, der bemerkt, dass diese Schnittchen die tollsten sind, die es gibt auf der Welt! Et voilá, ist das persönliche Gleichgewicht wieder hergestellt. Warum nun also nicht auch nach beruflicher Anerkennung streben? Wenn du eine Leidenschaft hast die dich so antreibt, wie andere Leute ihre Schnittchen, dann treffe alle Vorbereitungen, kündige mit einem Lächeln, habe keine Angst vor der Zukunft, behalte das Ziel vor Augen, dann wirst du dein Ziel erreichen! Im Berufsleben, wo es sich um viel mehr handelt, als um lächerliche Butterbrote, da zögert man eine Entscheidung viel länger heraus. Dabei geht es doch um die eigene Zufriedenheit, um das eigene Leben, nicht um das der Anderen. Warum trennst du dich nicht von deinem Arbeitgeber, wenn es dir doch schon so lang Bauchschmerzen bereitet? Es ist letztendlich immer eine Frage der Gewohnheit nicht wahr? So wie man dem Partner jeden Tag seine Brote schmiert, so arbeitet man auch immer gern mit den Selben Kollegen zusammen, trinkt immer gern den gleichen Kaffee und macht immer gern pünktlich um 16 Uhr Feierabend! Du darfst nicht meckern, wenn dir alles so gut gefällt. Tut es das nicht, dann änder deine Gewohnheiten.

Ich habe mich getraut einen Weg zu gehen der unsicher war. Ich habe mich vorbereitet, habe mich belesen, habe meinen Stärken und Schwächen abgewogen, habe meine Fähigkeiten betrachtet, meine Ressourcen ausgeschöpft. Ich habe anschließend konsequent alle nötigen Schritte unternommen um mich selbstständig machen zu können. Bis heute war es ein langer Weg. Ich hatte durchaus auch tiefe Täler zu durchquären. Doch dann musst du dir, wie in jeder anderen Situation im Leben auch, zu helfen wissen und dich nicht hängen lassen. Nicht jeder in deinem Umfeld wird dich darin bestärken, das Richtige zu tun. Doch es liegt an dir, ihnen zu zeigen, dass du es dir gut überlegt hast, es richtig war diesen Schritt zu tun. Es wird nicht von heute auf morgen geschehen. Rom wurde auch nicht über Nacht erbaut. Hinter jedem Erfolg steckt viel Fleiß. Aber, und das ist noch viel wichtiger, die Leidenschaft und die absolute Begeisterung für eine Sache, damit sie erfolgreich wird. Die wichtigste Energiequelle ist mein Optimismus. Das was du denkst, das strahlst du auch aus. Ich mache meinen Job hundert Prozentig gern, um nicht zu sagen, ich liebe was ich mache. Das ist das Wichtigste um voran zu kommen, glaube mir!

Die  mitunter wohl bekannteste Geschichte des jungen Mannes, der 1974 in einer Garage mit zwei seiner Kollegen in Californien den ersten Heimcomputer entwickelte, lässt heute noch die Menschen staunen, weil sie wissen, dass dieser zum Ende seines Lebens, zu den reichsten Menschen der Welt gehörte. Und er wäre nicht so weit gekommen, wenn er nicht mit Kleinarbeit und Ausdauer an weiteren Versuchen bemüht gewesen wäre. Es geht nicht zuerst darum, das große Geld verdienen zu wollen, sondern darum, sich mit der richtigen Idee und Leidenschaft, eine Basis zu schaffen, mit der man arbeiten, leben und Visionen weiter entwickeln kann.

FAZIT

Ich kann dir Folgendes mit auf den Weg geben, um deine Entscheidung eventuell etwas leichter zu machen. Wenn du auf dein geregeltes Einkommen, den Urlaub und deine geplante Freizeit nicht verzichten magst, dann solltest du zweimal überlegen!
Selbständigkeit ist ein langer Weg und benötigt viel Ausdauer, Kraft und auch Unterstützung von deinem Umfeld. Ich weiss wovon ich rede. Es ist dennoch zu schaffen, wenn du mutig und zielstrebig genug bist. Wenn du die Richtige Einstellung hast! Die Selbstüberzeugung ist eine der wichtigsten Merkmale. Du musst dann schließlich auch deine Kunden von deiner Idee begeistern können. Selbstständigkeit setzt eine große Portion Neugier und Abendteuerlust vorraus. Du musst deine Überzeugung tief im Inneren spüren, dann steht dir alles offen!

Über diesen Link kannst du den Selbsttest machen.

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/wirtschaftsfoerderung/servicecenter/existenzgruendung_test.html

(Zur Unterstützung lassen sich alle Fragen zur Vorbereitung und finanziellen Absicherung beim Finanzamt und Arbeitsamt klären.  Es gibt Angebote zur Förderung von Finanzen, Weiterbildungs- und Beratungsmöglichkeiten, Gründungsvorbereitungskurse )

Ich wünsche alles Gute für die richtige Entscheidung!

Au revoir,

Denise